Am 26. August wird der Tag des Toilettenpapiers gefeiert. Dieser ist auch als Toilet Paper Day bekannt und dient dazu, jährlich an die alltägliche NĂźtzlichkeit und Unentbehrlichkeit des Klopapiers zu erinnern. Häufig wird einem dies erst dann bewusst, wenn es schon zu spät ist – beispielsweise nach einem längeren Toilettenaufenthalt und der Feststellung, dass die Klopapierrolle leer ist. Damit ist auch klar, was das Schlimmste ist, das einem am 26. August passieren kann: den Tag des Toilettenpapiers ohne Klopapier zu feiern!

Das zumeist auf Papphülsen aufgewickelte Toilettenpapier kann aus bis zu fünf Papierlagen bestehen. Zum leichteren Abreißen der benötigten Papiermenge sind Perforationen auf Kleinrollen üblich. Mit Texten, gefärbtes, oder mit Bildern bedrucktes Toilettenpapier findet oft als Scherzartikel oder Werbeartikel Verwendung. Es gibt feuchtes Papier sowie antibakterielles oder parfümiertes Papier. Toilettenpapier zerfällt in der Kanalisation, wird aber in einigen Regionen Südeuropas nicht in der Kanalisation geduldet.

Wer hat’s erfunden?
Die Chinesen: FĂźr den Kaiser von China und seinen Hofstaat wurde bereits im 14. Jahrhundert Toilettenpapier hergestellt, wobei es sich um Lappen von einem halben Quadratmeter handelte. Auch nach Europa exportierte man die Kunst der Papierherstellung, doch hier blieb das Material allein dem geschriebenen und gedruckten Wort vorbehalten. Zur KĂśrperhygiene wurden allenfalls alte Zeitungen verwendet.

Gefaltet, nicht gerollt
Das erste Papier, das in einer Fabrik speziell als Toilettenpapier hergestellt wurde, wurde 1857 in den USA hergestellt und bestand aus einzelnen Blättern in einer Schachtel und war mit Aloe-Extrakten getränkt. 1880 produzierte man in England das erste Toilettenpapier. Gefaltet, nicht gerollt, wurde es als Luxusartikel in schicken Schachteln verkauft. Das perforierte Toilettenpapier auf Rollen, wie wir es heute kennen, stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. 1880 entstand die British Perforated Paper Company. 1890 stellte die Scott Paper Company Toilettenpapier auf Rollen her.

In Deutschland wurde 1928 in Ludwigsburg die erste Toilettenpapierfabrik gegrĂźndet. Damals bestand eine Rolle aus 1.000 Blatt rauen Krepppapiers. 1958 verbreitete sich – aus Amerika kommend – das weichere Tissue-Papier, das auf der Haut viel angenehmer als das Krepppapier ist.

Prägende Momente
Mittlerweile ist Toilettenpapier ein High-Tech-Produkt, jedenfalls in der westlichen Welt: Wichtigster Rohstoff ist Zellstoff, der aus gekochten Holzfasern besteht. Tissue wird in zwei oder mehreren Lagen verarbeitet, beim Toilettenpapier wird die Oberfläche mit einer Prägung versehen. Dieser Effekt bewirkt die Haftung der Einzellagen untereinander, mehrlagiges Toilettenpapier gewinnt dadurch an Festigkeit. Kennzeichen mehrlagiger Papiere ist eine Kombination aus weichen Zellstofffasern und besonders dicken, sicheren Lagen aus dichtem Faserverbund.

Komfortabel auch fĂźr die Umwelt
Sowohl Konsumenten als auch Hersteller legen Wert auf umweltgerechte Produktion. Daher wird zunehmend auf einen sparsamen Wasserverbrauch geachtet sowie auf umweltverträgliche Verfahren zur Abwässerbeseitigung. Unsere Toilettenpapiere fĂźhren die Umweltzeichen “EU-Ecolabel” und “Der blaue Engel“.